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Sheryl Crow: Threads - Hilfe
hilfe

Sheryl Crow - Threads

Cover von Threads
Sheryl Crow
Threads

Label Universal
Erstveröffentlichung 30.08.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Seit Jahrzehnten der Amerikanerin treu ergeben, glaubte ich mich vor Überraschungen sicher, zumal ihr Schaffen uns mit einer Qualität und Konstanz begleitet, dass man Ausreißer egal wohin nicht mehr erwartet. Und während politisch korrekte Roots-Rock-Kenner die Crow-Veröffentlichungen zumeist gekonnt übersehen (und der Verkauf ihrer Alben in der hiesigen Geschmacks-Diaspora kaum noch abnehmen kann), veröffentlicht sie eine reine Ohrenfreude nach der anderen, ohne dabei ihre gewohnten Pfade zu verlassen. Dennoch aber ließ das 2019er Werk mich noch vor dem Anhören aufhorchen, und jetzt, nach der ersten vorsichtigen Begegnung, bin ich mir sicher, dass Threads nicht nur ein weiterer, sondern ein besonderer Markstein in der für mich an herausragenden Alben reichen Crow-Historie ist. Nach kurzem Warner-Abstecher mit der aktuellen Veröffentlichung ins Haus Universal zurückgekehrt, wählte sie für die neue Song-Kollektion einen frischen attraktiven Ansatz, ohne sich dabei deutlich (zumindest nicht durchweg) von ihrer gewohnten musikalischen Heimat zu entfernen (wobei ihr Rhythm'n'Blues-Groove-Funk-Swamp-Country-got-Soul-Roots-Rock diesmal auch dezente Hip Hop-Elemene aufweist): Sheryl nahm eigene Songs und ausgesuchtes Fremdmaterial, um es mit ausgewählten Duettpartnern und erlesenen Gästen gemeinsam zu neuem Glanz zu tragen. Noch durfte ich erst in sieben der insgesamt 17 Collaborationen ein Ohr legen, aber bereits diese lassen mich selig lächeln, und das Redemption Day-Zusammenwirken von Sheryl mit der unvergesslichen Stimme von Johnny Cash geht zutiefst unter die Haut. Desweiteren glänzt die Duett-Sammlung mit einer Beteiligten-Riege, wie man sie selten auf einem einzigen Album zu lesen bekommt, unter den Crow-Begleitern finden sich Mavis Staples, Bonnie Raitt, Jason Isbell, Joe Walsh, Stevie Nicks, Eric Clapton, Sting, Brandi Carlile, Chris Stapleton, Gary Clark jr., Kris Kristofferson, Willie Nelson, James Taylor, Emmylou Harris, Lucius und St. Vincent, unter den Songs u.a. Bob Dylan's Everything Is Broken, George Harrison's Beware Of Darkness und das The Worst der Rolling Stones. Nicht, dass sich die selbst schon als feste Größe der amerikanischen Musikgeschichte zählende Artistin hier neu erfindet das hat sie schließlich und schlicht nicht nötig. Aber Threads belegt nachhaltig, dass sie immer noch für erfreuliche Überraschungen gut ist. (cpa)

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Sheryl Crow

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