Suche / Search

 


 

Keep an eye on...

GLITTERHOUSE

Amy Helm: This Too Shall Light - Hilfe
hilfe

Amy Helm - This Too Shall Light

Cover von This Too Shall Light
Amy Helm
This Too Shall Light

Label Yep Roc
Erstveröffentlichung 21.09.2018
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ohne seinen Segensbereich zu verlassen beginnt die Levon-Tochter mehr und mehr, aus dem Schatten des Vaters freizuschwimmen, dabei gleichzeitig vom geschichtsträchtigen Erbe zehrend und doch eine eigenständige, ungemein beseelte Americana-Sprache gewinnend. Freilich dringt der bemerkenswerte The Band-Geist durch die Zeilen nahezu eines jeden wohlgewählten Songs, aber nicht zuletzt die bemerkenswert gelungene Auswahl tradierten, jungen und originalen Materials trägt zur ganz eigenen magischen Melange der ehemaligen Ollabelle-Mitstreiterin bei. Gospel-gestärkt durch den fast allgegenwärtigen Drei-Stimmen-Gesang im Hintergrund, mal satt, mal sanft in Country-Klang-Szene gesetzt vom kongenial agierenden Joe Henry, erleben Songs wie This Too Shall Light (M.C.Taylor/Hiss Golden Messenger), Joe Henry (Odetta), Michigan (The Milk Carton Kids), Freedom For The Stallion (Allen Toussaint), Mandolin Wind (Rod Stewart), The Stones I Throw (Levon Helm & The Hawks) oder Gloryland Dank der einfühlsamen, wurzelnahen, gern auch soulsatt-groovenden Produktion, dem makellosen Spiel von u.a. Tyler Chester (Piano) und Jay Bellerose (Schlagwerk), vor allem aber wegen der einzigartigen vokalen Kraft, Kunst und Wucht der Protagonistin eine mal originalgetreue, mal vollkommene Wiedergeburt. Zwischen herrlich prägender Hammond, twangenden, mitunter sogar funk-zackigen Gitarren, Pedal-Steel, reinem Klavier-Reigen und mildem Mandolinen-Regen oder auch im A Capella-Alleingang entfaltet die großartige, ungeheuer gewachsene Sängerin ihre ganze Vokalkunst, lässt ihre beeindruckend bewegliche, enorm emotionale Stimme die Seele berühren, wobei ihr der nahezu omnipräsente Gospel-Chor-Segen in jeglicher Gangart einen berückend berührenden Rahmen schenkt. Schon ihr Solo-Debüt war ein grundeigenes, einzigartiges Wurzel-Werk, das 2018er Album aber ist ein wahres Meisterstück des seelenvollen Roots Rock diese himmlische Americana-Vision hat definitiv Soul. (cpa)

noch mehr von Amy Helm