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Little Feat: Down On The Farm (Japan Import) - Hilfe
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Little Feat - Down On The Farm (Japan Import)

Cover von Down On The Farm (Japan Import)
Little Feat
Down On The Farm (Japan Import)

Label
Erstveröffentlichung 01.01.2000
Format CD
Lieferzeit 2 – 3 Wochen
Preis 18,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

8. Album von 79. Die Band war in Schwierigkeiten. Lowell George war durch Alkohol und Kokain (und einer sich darsus ergebenden Hepatitis) schwer angeschlagen, wurde immer eigentümlicher und extrem unkreativ. Paul Barrère und Bill Payne hatten die Führung der Band inne und änderten die musikalische Ausrichtung seit „Last Record Album“ und „Time Loves A Hero“. Eine Richtung, die das ehrwürdige Mojo-Magazin „smorgasbord of Doobies/Steely Dan emulations and soundtrack-style funk“ nannte.
Im Frühjahr `79 begannen sie die Aufnahmen für „Down On The Farm“. Im Sommer veröffentlichte Warner ohne Lowell´s Einverständnis das „Thanks, I´ll Eat It Here“ Solo-Album, woraufhin die Band die Sessions beendete und Lowell auf Solo-Tour ging. Übergewichtig, müde, krank und befeuert von einer Mischung aus Erkältungsmitteln und Bergen von Kokain verstarb Lowell George am 29.6.79 (gerade 34 Jahre alt) nach dem Auftritt in Washington DC an Herzversagen.
Die Restband stellte das Album dann alleine fertig. Die Gitarrenparts übernahmen Fred Tackett, David Lindley, Snakey Pete und Robben Ford. Überraschenderweise geriet das Album ganz anständig, obwohl ich mit dieser Meinung kritikertechnisch fast allein dastehe. Ich finde den Anfang auch nach 20 Jahren noch genial, ein Typ geht auf die Veranda und versucht einen Frosch zum verstummen zu bringen, bevor der Titelsong mit so knochentrockenem Groove einsteigt, daß man glaubt, die Barrère Komposition müße von Lowell stammen – so gut ist der Song. Das nachfolgende „Six Feet Of Snow“ ist ein lockerer Trucker-Countryrocker mit TexMex-Flair aus der Feder von Lowel und Dead´s Keith Godcheaux (Lowell hatte `78 „Shakedown Street“ von Grateful Dead produziert), Barrère´s „Perfect Imperfeection“ ist eine eindringliche Ballade mit seelenvollem Gesang der nach einer Minute richtig funky wird, „Kokomo“ ist typisch Lowell George, mit vielen kurzen Slidefahrten und auch „Be One Now“, von Lowell mit Fred Tackett geschrieben, glänzt als feine, relaxte Ballade. Natürlich hätte Payne hier das eine oder andere Mal etwas weniger von diesen Keyboards draufpappen können, aber hey, es war 1979!
Gutes Slidespiel und überflüssige Keyboards bestimmen auch „Straight From the Heart“, aus der Feder von Payne und Lowell, die auch das nachfolgende „Front Page News“ geschrieben haben, ein weiterer gebremster Funker, auf dem ein wenig zuviel Synthies sind. „Wake Up Dreaming“ und „Feel The Groove“ gehören dann nicht mehr zum stärksten, letzteres ist gar eine recht seltsame Mischung aus 10cc, Reggae und Clavinet-Geklimper.
Anyway, trotzdem ein gutes Album.

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