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John Carpenter: Lost Themes - Hilfe
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John Carpenter - Lost Themes

Cover von Lost Themes
John Carpenter
Lost Themes

Label Sacred Bones
Erstveröffentlichung 30.01.2015
Format LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 23,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der große amerikanische Filmregisseur John Carpenter zeichnete ja schon bei seinen größten Erfolgen auch für die Filmmusik verantwortlich, was ein bezeichnendes Licht auf seinen Status als unangepasster Filmkünstler abseits des glatten Hollywood-Biz wirft. Und diese Scores für Hauptwerke wie Halloween, Die Klapperschlange oder Das Ende waren in den späten 70ern und frühen 80ern ja tatsächlich ähnlich erfolgreich wie die Filme selbst, und verkauften sich sogar als Maxisingles wie geschnitten Brot. Sein typischer Sound war relativ schlicht gemachte Electronica, produziert mit handelsüblichen Sequencern und gewollt synthetisch. Umso effektiver der Einsatz in seinen Filmen. Im stolzen Alter von 66 Jahren erscheint nun mit „Lost Themes” quasi sein Debütalbum – jedenfalls in dem Sinn, dass es sich mal nicht um den Soundtrack zu einem Film handelt, sondern um Musik neueren Datums, gänzlich unabhängig von bewegten Bildern im Heimstudio entstanden. Aber sie klingt natürlich trotzdem exakt so, wie man sich das erhofft hat: düster und gespenstisch, insgesamt ein wenig aufwendiger produziert als damals, gerne auch mit satter Rockgitarre. Geblieben sind aber die repetitiven Muster, erzeugt auf Vintage-Synthies und historischem Equipment. Das meiste klingt wie Outtakes aus seinen besten Zeiten, stilistisch ziemlich genau zwischen dem Hardrock-Prog der italienischen Filmmusik-Götter Goblin für Dario Argento und den Tangerine Dream der frühen 80er, als sie ja auch gerne Scores für Hollywood ablieferten („Sorcerer“, „The Thief“). Für Fans ein Fest. (Joe Whirlypop)

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