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Shabaka And The Ancestors: We Are Sent Here By History - Hilfe
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Shabaka And The Ancestors - We Are Sent Here By History

Cover von We Are Sent Here By History
Shabaka And The Ancestors
We Are Sent Here By History

Label Impulse
Erstveröffentlichung 13.03.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

20er des umtriebigen Brit-Jazz-Stars (die anderen Musiker stammen aus Süd-Afrika), der ja mit The Comet Is Coming und Sons Of Kemet 2 weitere Gruppen hat (und zudem u.a. fürs Sun Ra Arkestra, Makaya McCraven und Heliocentrics aktiv war). Das hier übertrifft deutlich seine bisherigen Sachen! Mit 2 Saxes (mal eine Trompete), sehr schönem Bass, Drums und zusätzlicher reicher Percussion, ein paar Mal federleichtem E-Piano (bzw. Piano) sowie in den meisten Stücken Vocals (auf eigentümliche gerade melodisch individuelle und mächtig reizvolle Art gesungen bzw. lautmalerisch bis Chant-artig oder antreibend spoken word, oft nur punktuell) arbeitet er einerseits variabel, andererseits tauchen bestimmte Bestandteile wie äußerst aparte leichtfüßige doch dichte federnd-swingend-tanzend-groovende Rhythmen, attraktive sich verändernd-repetitive bzw. rotierende Themen/Melodien der Bläser oder Bass-Ostinati immer wieder/oft auf. Stilistisch pendelt er zwischen spirituellem in unterschiedlicher Stärke (süd-) afrikanisch beeinflußtem Jazz neuer/zeitgenössischer Art (mal fast purem Afro-Jazz), sporadischen Anleihen in den späten 60ern oder 70ern (kurz leicht frei ausfransend in Soli, für Momente auch mal Fusion-Input, 1x eher in den frühen 60ern grundierend), manchmal Elementen eines modernisierten Latin Jazz oder von eigenständigem Post Bop ohne Zeitbezug. Ein Track überrascht mit einer originellen zündenden Mischung aus ebendiesem Post Bop, intelligentem Groove-Jazz und Karibik/Reggae-Bezug, die beiden einzigen kurzen Stücke begeistern genauso wie der Rest: Eine sanfte fast meditative lyrische wunderschöne luftig reduzierte Ballade; spiritueller hymnisch feierlicher Free Jazz-beeinflußter Jazz a la ca. 1970 (man denke an Charlie Haden´s Liberation Music Orchestra, Escalator Over The Hill, Centipede, Albert Ayler; nur viel dezenter). Die beiden Bläser agieren von den Themen abgesehen wunderbar eng umschlungen, riffen zeitweise, solieren stark rhythmusbezogen wie sehr melodiereich. Unterschwellige wie offensichtliche ereignisreiche Spannung steht neben einer gewissen Eleganz, lebensfroh aufgeladenen Phasen neben hypnotischen oder ausdrucksstark-emotionalen, nuancierte fließende neben handfesteren. Über 1 Stunde durchgehend tolle Musik, eine dicke Empfehlung! (dvd)

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