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Thomas Dybdahl: Fever - Hilfe
hilfe

Thomas Dybdahl - Fever

Cover von Fever
Thomas Dybdahl
Fever

Label V2
Erstveröffentlichung 13.03.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Das 2018er Album “All These Things” fand ich ja schon ganz betörend, aber das hier ist eindeutig das nächste Level. Der Norweger Thomas Dybdahl hatte einst ja auch zwei (längst vergriffene) Alben bei Glitterhouse draußen, seither entwickelte er sich konsequent weiter in Richtung Soul. Dabei erreicht er jetzt mit „Fever“ die Champions League: was für ein smoothes, elegantes, sonnendurchflutetes Soul-Album! Der zurückgelehnte Gesang liegt auch dank des lässigen Falsetts tatsächlich irgendwo zwischen Marvin Gaye und Curtis Mayfield auch sonst haben diese beiden Soulhelden einen starken Einfluss auf das kein bisschen kühle Nordlicht gehabt. Dybdahl beruft sich aber zu Recht auch auf D'Angelo, Raphael Saadiq und Michael Kiwanuka. Ich höre sogar ein bisschen Prince heraus. Das Album ist sehr schlank instrumentiert, vor allem die butterweichen Gitarren stammen direkt aus dem Soul-Heaven. Meistens hört man zwei sich umspielende elektrische Gitarren, kaum Tasten. Dafür rückt die tolle, charismatische Stimme in den Mittelpunkt. Die Songs sind herbstlich-bittersüß, die letzten Rootsrock-Elemente hat Dybdahl endgültig aus seinem Sound getilgt. Bei Lambchop („Nixon“) und Jimi Tenor gab es mal ähnlich überraschende und überzeugende Ausflüge ins Post-Curtis Mayfield-Territorium, bei Dybdahl gelingt der Trip fast noch besser. In diesem smooth-organischen Soundbild dann auch noch zur antiquierten Talkbox zu greifen („Then There Was You“) ist erst recht ein cooler Move. Ähnlich erfolgreich hat sich meines Erachtens als Weißbrot nur noch der große Jeb Loy Nichols dem afroamerikanischen Soul angenähert. Statt Larry Klein (Joni Mitchell) sitzt diesmal sein langjähriger Studiopartner & Hip-Hop-Produzent Håvard Rosenberg an den Controls, das Ergebnis ist schlicht umwerfend. Gitarrensoul für Feinschmecker. (Joe Whirlypop)

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