Suche / Search

 

Keep an eye on...

MIDPRICE

Fire! Orchestra: Arrival - Hilfe
hilfe

Fire! Orchestra - Arrival

Cover von Arrival
Fire! Orchestra
Arrival

Label Rune Grammofon
Erstveröffentlichung 24.05.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

19er. Die erstaunlichen Skandinavier, seit langem eine meiner liebsten Jazz-Gruppen, in stetiger Veränderung. Und immer großartig! Nunmehr weniger orchestral, weniger Ekstase, kein Rock-Punch. „Nur“ noch 14 Leute: 4 Streicher (harmonisch in Gänze, experimentell wie neoklassizistisch solistisch, gehaltvoll, z.T. nur ganz punktuell/kurz eingesetzt); 5 Bläser (gleich 3 spielen u.a. (Kontra-) Bassklarinette; klangmalend, artifiziell, avantgardistisch/free, melodiös, freigeistig/mutig, hoch emotional nicht nur im Ausbruch); E-Piano/Orgel (Keyb.), u.a. als quasi Anker/nur punktierend; mehr akust. als elektr. Bass (auch Ostinati) und Drums; und 2 Sängerinnen (u.a. eine Hälfte von Wildbirds & Peacedrums), ausdrucksstark, feinst harmonierend, sehr beweglich wie in getragener Ruhe, betörend, immens emotional, ausflippend, gar mal Raps/Neneh Cherry-artig, mit einem Wort: Superb! Ihre Musik (beileibe nicht nur Jazz, schon gar nicht die Rhythmik) ist so vielschichtig, variantenreich und zugleich eigenständig, daß eine adäquate Beschreibung schwerfällt. Punktuelle Assoziationen wie z.B. Centipede, Robert Wyatt, Carla Bley, treffen auch nicht richtig. Über weite Strecken wirken sie hier (jazzig) „songhaft“ (in ausladender Form freilich, 6 lange bis sehr lange, 1 kurzes Stück), im beständigen straighten bisweilen etwas repetitiven oder federnd-komplex-leichtfüßig groovenden Fluß, oder in tief poetischer bis strahlender bis beinahe dunkel-feierlich-majestätischer unfaßbarer Schönheit in Zeitlupe („Edelst-Pop“? Eigentlich eine Ballade außerhalb von Genres und Zeiten), oder, nochmal Zeitlupe, total schleppend straight ahead doch voller abrupter greller intensivster Emotionen/Eruptionen, reduziert bis irgendwie nackt. Schließlich Chics At Last I Am Free, freischwebend bis (sorry) zeitlupenhaft, Souleinfluß äußerst individueller Art wie Ambient-Elemente, teils emotional/schmerzhaft, an- und abschwellende Klangflächen. Dazu ein 16-Minüter, der u.a. „Modern-Avant/Free-Groove Jazz“ zelebriert, allumfassend, unbeschreiblich, teils von ungeheurer Dichte. Desweiteren z.B. abenteuerliche freie fantasievolle bis spirituelle Mittelteile, hypnotische Qualitäten, freie Kammermusik (Intros/Outros), Pop-Einflüsse und: Jede Menge nuancierte detailreichste wunderbare Arrangements! Ein brillantes Werk, zwingend, ganz dicke Empfehlung. (dvd)

noch mehr von Fire! Orchestra