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Chip Wickham: Shamal Wind - Hilfe
hilfe

Chip Wickham - Shamal Wind

Cover von Shamal Wind
Chip Wickham
Shamal Wind

Label Lovemonk
Erstveröffentlichung 18.05.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Es beginnt wie bei Pharoah Sanders in den späten 60ern: mit psychedelischer Raschel-Percussion zu Upright Bass, umspielt von einer mystischen Flöte. Dann schleichen sich Drums und Piano ein, mit sachtem Groove der Flöte ein smoothes Fundament bauend. Später kommt dann noch ein kühles Vibraphon dazu fertig ist eine traumhafte, sanft-psychedelische SpaceJazz-Nummer. Die elegante Flöte zieht sich durch das gesamte Album des Multiinstrumentalisten Chip Wickham, womit sich natürlich Vergleiche zu Größen wie Yusef Lateef, Roland Kirk und Herbie Mann anbieten. Wickham gelingt es aber auch auf perfekte Weise, den Vibe des spirituellen Jazz wiederzubeleben, der seit den späten 60ern dank Musikern wie John Coltrane (und mehr noch Gattin Alice) auch Gehör über den Jazz-Sektor hinaus fand. Darf man das heute Hippie-Jazz nennen? Egal, Chip Wickham kann auf seinem neuen Album nämlich auch anders: uptempo, funky, mit etwas Latin-Vibe in den Grooves. Die gediegenen Piano-Akkorde erinnern an McCoy Tyner, der Beat lädt fast acidjazzmäßig zum Tanzen ein. Jazz für Menschen, die ansonsten eher nicht so viel Jazz hören, würde ich sagen. Die Flöte klingt auch bei längeren Solo-Exkursionen rund und harmonisch, bei weitem eben nicht so anstrengend wie manches Saxophon. Das gibt es hier wie auch sonstiges Blech nur recht selten zu hören. Der Brite Wickham, der auch schon bei Nighmares On Wax, Sweet Vandals oder Ray & Christian dabei war, spielt hier erneut mit spanischen und englischen Musikern zusammen, aufgenommen wurde in Madrid fürs dort ansässige Lovemonk-Label. „Shamal Wind“ ist cool und smooth, spirituell und psychedelisch. Mit zeitgenössischem Jazz tue ich mich (im Gegensatz zum historischen) ja generell schwer, dieses Album reiht sich aber tatsächlich mühelos in die Ahnenreihe meiner alten Helden ein. (Joe Whirlypop)

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