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James Hunter Six: Whatever It Takes - Hilfe
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James Hunter Six - Whatever It Takes

Cover von Whatever It Takes
James Hunter Six
Whatever It Takes

Label Daptone
Erstveröffentlichung 02.02.2018
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Yes! Endlich ein neues Album meines persönlichen zeitgenössischen Soul-Helden. Der Brite auf Daptone Records liefert regelmäßig Kandidaten für meine Jahres-Top Ten ab, es bleibt mir ein Rätsel, weshalb James Hunter nicht auf Augenhöhe mit den Labelmates Sharon Jones und Charles Bradley gehandelt wird. Vielleicht, weil sein R&B und Soul richtig altmodisch ist und sich für meinen Geschmack ziemlich genau an der Schnittstelle von jungem Marvin Gaye, Ray Charles und Sam Cooke verorten lässt. Vor allem an letzteren erinnert der lässige Umgang mit leicht exotischen Mambo- und Rumba-Grooves, denen Hunter auf dem neuen Album sogar noch mehr Aufmerksamkeit schenkt als zuletzt. Auch leicht karibische Vibes schüttelt der Mittfünfziger scheinbar locker aus dem Ärmel, wobei man seine Stimme nicht genug loben kann: als britisches Weißbrot kommt er den oben genannten Helden schon ausgesprochen nah, oder auch Wilson Pickett und Mitch Ryder, wie ich noch zum letzten Album schrieb. Der Sound des Albums gerät ansonsten wieder authentisch vintage im typischen Daptone Format, mit eleganten Bläsern, smoother Orgel und auch mal Ausgefallenerem wie Vibraphon. Hunters verschärfte Gitarre hätte ich mir allerdings etwas präsenter gewünscht. Dafür ist hier jeder Song ein Treffer, vieles klingt wieder wie gecoverter Early Soul oder R&B, stammt aber aus Hunters Feder. Das instrumentale „Blisters“ könnte ein BB King-Outtake aus den mittleren 50ern sein, “Don't Let Pride Take You For A Ride” ist reinste Ray Charles-Magie, „It Was Gonna Be You“ borgt sich gekonnt den Groove von Ben E. Kings „Stand By Me“ und „How Long“ ist Gospel in akustischem Arrangement sowas kriegen nur echte Könner hin. Obwohl die Mehrzahl der Songs entspannt bis laidback daherkommt, ist diese Musik dennoch enorm tanzbar und absolut clubtauglich. Rundum meisterlich produziert hat erneut Daptone-Chef Gabriel Roth aka Bosco Mann. Im März kommt Hunter übrigens für fünf Konzerte nach Deutschland. (Joe Whirlypop)

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