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Dexys - Let The Record Show: Dexys Do Irish And Country Soul

Cover von Let The Record Show: Dexys Do Irish And Country Soul
Dexys
Let The Record Show: Dexys Do Irish And Country Soul

Label
Erstveröffentlichung 03.06.2016
Format 2-LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 27,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Da legt Kevin Rowland mit "One Day I’m Going To Soar” vor vier Jahren ein rundum sensationelles Comeback vor, kann den Schwung aber leider nicht so richtig nutzen, denn die Wartezeit bis zu diesem neuen Werk ist (mir) einfach zu lang. Und dann setzt er die Erfolgsgeschichte des Vorgängers nicht einfach fort, sondern wagt sich an ein durchaus heikles Konzept – nämlich „Irish Country & Soul“. Und Folk, möchte man ergänzen – und leider auch eine gute Dosis Kitsch. Denn das Cover des steinalten Tearjerkers „Smoke Gets in Your Eyes“ hat nicht mal was mit Irland zu tun und sollte doch besser im samtenen Repertoire von Bryan Ferry verbleiben. Jetzt aber genug gemotzt, denn vieles ist auf diesem Album auch wieder ganz toll geworden, vor allem die Uptempo-Nummern mit diesen fast schon Philly-Style Streichern und demselben fantastischen Drum-Sound von Dave Ruffy (auch The Ruts), der schon das letzte Album zu einem Erlebnis machte. Das Irische Folk-Instrumentarium wirkt ein wenig betulich, altherrenmäßig, wie das ja auch der große Van Morrison gerne gemacht hat. Ach ja: Kevin Rowland und seine Mistreiter spielen hier ausschließlich Coverversionen – und zwar neben einigen Folk-Standards wie “Women Of Ireland”, “Carrickfergus” und “Curragh Of Kildare” teils auch ziemlich unirische Songs wie Johnny Cashs „40 Shades Of Green“, „To Love Somebody“ von den Bee Gees (für mich hier klar der Hit des Albums), sowie eine ganz großartige Version von Joni Mitchells „Both Sides Now“. Fazit: die Highlights bügeln die offensichtlichen Schwächen des Albums relativ locker aus, die einsame Klasse des Vorgängers wird aber nicht erreicht. Immerhin präsentiert sich die Band in so hervorragender Form, dass man hoffentlich schon bald wieder auf ein „richtiges“ neues Album hoffen darf. Und Rowlands Qualitäten als Sänger hauen mich ohnehin jedes Mal um, kaum einer singt so leidenschaftlich, ausdrucksstark, ewig jugendlich und mit dieser ganz besonders lässigen Nonchalance. Hach…(Joe Whirlypop)

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