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Riki
Riki

Label Dais
Erstveröffentlichung 14.02.2020
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ebenso erstaunlicher wie kurzweiliger Retrotrip vom sonnigen Los Angeles in die neonbeleuchteten 80er europäischer Metropolen. Das Genre ist Synthie- und Elektro-Pop, dargeboten auf erstaunlich authentische Weise. Also im historischen Analog-Sound der frühen bis mittleren 80er, dunkel und irgendwie romantisch, aus meiner Sicht gekonnt hart an der Peinlichkeitsgrenze operierend. Der Gesang von Riki ist eher dünn, dafür aber elegisch und betont dramatisch genau so war das damals auch. Riki ist die Künstlerin und Musikerin Niff Nawor, Lokal-Größe aus der kalifornischen Anarcho-Punk-Szene (hört man aber definitiv nicht). Die Soundästhetik liegt irgendwo bei auffallend deutschen Bands wie Camouflage, Alphaville und sogar Sandra. Das ist kein Zufall, denn die Amerikanerin singt tatsächlich auch mehrfach deutsche Texte („Böse Lügen“) mit deutlichem Akzent, was ebenso kurios wie faszinierend klingt. Ihre offensichtliche Besessenheit für einen eher schwierigen Bereich der Popgeschichte mündet aber in rundum überzeugende Synthie-Pop-Nummern alter Schule teils mit hypnotisch-psychedelischer Note, wie sie heute gerade junge Leute mit 80er-Affinität lieben. Nostalgischer Elektropop auf den Spuren teutonischer Pioniere, klingt aus heutiger Sicht tatsächlich cooler als die Originale. (Joe Whirlypop)

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