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Honig: The Last Thing The World Needs - Hilfe
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Honig - The Last Thing The World Needs

Cover von The Last Thing The World Needs
Honig
The Last Thing The World Needs

Label Haldern Pop
Erstveröffentlichung 24.08.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der weise Whirly Joe hatte es bereits beim Vorgänger-Album gewusst, mir erschloss sich die schier grenzenlose Vielfalt dieses hiesigen Quintetts um Stimme, Kopf, Herz & Hirn Stefan Honig erst beim Wieder- & Wiederhören des bahn- und grenzbrechenden Viertwerks, das sich allein des prächtigen Titels wegen in meinen Lauschapparat verirrte, um diesen einfach nicht mehr zu verlassen. Die instrumental beeindruckend begabte Band tut wohl daran, auch die Worte international zu halten (man singt Englisch), denn mitunter haben es derart weltumgreifend wirkende Alben schwerer, wenn sie durch territoriale Sprachschranken eingeschränkt werden. So entfaltet sich ein auf allen Ebenen aus den kleinlichen regionalen Beschränkungen platzendes Werk schon beim fortschreitenden Durchhören, wächst bereits von Song zu Song, um schließlich in einem machtvoll-magischem Balladen-Monument zu gipfeln, das nicht nur die melodische Kraft der Band bündelt, sondern auch den vollen Umfang der Honig-Stimme strahlen lässt. Beginnt man den Hörgang nach diesem finalen Zenit erneut, sind die Sinne sensibel und geschärft für die ganze Pracht, eröffnen sich Weiten und Tiefen von einem Ausmaß, der Staunen macht. Was hier zusammenwächst, war bisher nicht unbedingt zusammengehörig, hier treffen perlender Post Rock der klassischen Chicago-Schule, Jangle-Gitarren-beseelter Pracht-Pop australische/neuseeländischer Herkunft und sympathisch-liebenswerte Leichtigkeit a la Virginia Jetzt auf kanadische Lust am Klang-Rausch und Keyboard-getragene Progressive-Pracht britischer Provenienz aufeinander, lassen gleichermaßen und gleichzeitig Erinnerungen an Okkervil River, Arcade Fire und Crowded House wie an Sea & Cake, Go-Betweens und sogar frühe Genesis wachwerden. Herzhaft und vor allem herrlich dargereicht auf glanzvollen Gitarren-Teppichen (Martin Hannaford), getrieben und untermauert von packendem, variantenreichen Schlagwerk (Marcel Schmitz) und bleibend bereichert durch farbvolle Tastenvielfalt (Olivia Sawano), vertieft durch majestätischen Bläsereinsatz und gekrönt vom lagenreichen Chorgesang aller Bandmitglieder, entsteht hier ein derart reichhaltiges, überwältigendes Pop-Stil-Gemälde, welches dazu angetan ist, Grenzen wie Vorurteile einzureißen. Alles gut, alles richtig gemacht, alles richtig gut gemacht. Nur in einem muss ich der Band widersprechen: Dieses Album braucht die Welt. (cpa)

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