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Pram: Across The Meridian - Hilfe
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Pram - Across The Meridian

Cover von Across The Meridian
Pram
Across The Meridian

Label Domino
Erstveröffentlichung 20.07.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Eine gewöhnungsbedürftige, aber auch eigensinnig-geniale Band meldet sich nach einer guten Dekade Pause wieder zurück. Pram spielten schon vor fast 30 Jahren (damals noch beim unvergessenen Too Pure-Label) in einer komplett eigenen musikalischen Liga, die mit Experimental/Neo-Psychedelia/Kraut-, Dream- und Postrock nur äußerst vage beschrieben ist. Ende der 90er landete die Band aus Birmingham dann beim Indie-Riesen Domino, wo jetzt auch dieses unerwartete Comeback erscheint. Das klingt zwar ganz und gar nach Pram, kommt mir insgesamt aber etwas üppiger vor als ihr hermetisches, in sich geschlossenes Meisterwerk „Sargasso Sea“ von 1995. Geblieben ist der verwaschene Lo-Fi-Exotica-Vibe und die geisterhafte Atmosphäre diesmal aber teils mit dynamischen Orchestrierungen (fast Marke Bollywood) angereichert. Der somnambule Mädchengesang taucht immer wieder zwischen jenseitigen Instrumental-Tracks auf, am ehesten mit dem Etikett Stereolab oder Broadcast zu beschreiben. Die Arrangements sind nach wie vor einzigartig. leiernde Orgeln, Keyboards und Kinderklavier bewegen sich im trägen Fluss entspannter Grooves zu Posaune (!), Vibraphon und Glockenspiel, was eine einzigartige kaputt-cineastische Atmosphäre entstehen lässt. Die ist zwar ein wenig sinister, aber nie wirklich düster oder schlecht gelaunt. Die Musik wirkt immer milde bekifft, ganz leicht psychedelisch. Die Rhythmen sind teils karibisch angehaucht, was mich an Exotica-Sounds der 50er erinnert allerdings inszeniert im Geiste von meinetwegen David Lynch, also mit Twin Peaks und Eraserhead im Hinterkopf. Im Hinter- und Untergrund schleifen und blubbern allerlei undefinierbar verschwurbelte Geräusche, aber auch klassische Theremin-, Sitar- und Mellotron-Sounds. Und immer wieder Reverb-Effekte. Das Ganze wirkt dadurch eben nicht düster, sondern höchstens geisterhaft, jenseitig, verträumt und tiefenentspannt. Total ungewöhnlich, damals wie heute. Faszinierendes Comeback nach elf Jahren Albumpause. (Joe Whirlypop)

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Foto von Dark Island

Pram

LP Dark Island
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