Grizzly Bear: Painted Ruins - Hilfe
hilfe

Grizzly Bear - Painted Ruins

Cover von Painted Ruins
Grizzly Bear
Painted Ruins

Label RCA
Erstveröffentlichung 18.08.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Diese Musik ist nicht so leicht zu fassen. Innovativ und eigenständig, künstlerisch ambitioniert und doch auch einfach schön, im klangmalerischen und atmosphärischen Sinn. Das fünfte Grizzly Bear-Album kommt jetzt via Major in die Läden, die letzten Werke erschienen ja noch beim Elektro-Indie Warp. Ihren Status als eine der wichtigsten aktuellen Ami-(Ex-) Indiebands haben Grizzly Bear jedenfalls sicher und man scheint es auch zu genießen. Die Songstrukturen der elf neuen Songs sind (überschaubar) komplex, die Melodien verwinkelt, die Ideendichte hoch. Die Rhythmusarbeit ist unauffällig, aber ganz schön ambitioniert, frühe Talking Heads und melodischer Funk-Jazz haben dezente Spuren hinterlassen. Darüber schichten sich Gitarren und Electronics (oder auch mal Sax), immer wohl dosiert und gekrönt von diesem warmen, zurückgelehnten und ebenfalls sehr sorgfältig arrangierten Gesang von Ed Droste, mit diesem typischen süßlichem, nur ganz leicht melodramatischem und oft auch ein wenig verschlafenen Flavour. XTC mit Dreampop-Einflüssen kommt mir in den Sinn, aber auch die vage Idee, dass Robert Wyatt heute so klingen könnte, wenn er 40 Jahre jünger wäre. Fast immer mittelschnell, die Stimmung oft bittersüß verdunkelt und durchaus romantisch. Hier mischen sich Art-Pop, cleverer Neo-Prog, 70er Einflüsse und Schlaumeier-Indie, unterstützt von einer gewissen Hippie-Seligkeit, die der Musik eine unangestrengte Daddeligkeit (im weiten Bogen von Grateful Dead bis Pink Floyd) verleiht, bevor das Ganze zu clever (das Radiohead-Syndrom) und verkopft wirkt. Der (Neo-) Folk-Anteil fällt diesmal übrigens auffallend gering aus, was tatsächlich kein bisschen schadet. (Joe Whirlypop)

noch mehr von Grizzly Bear