Nadeah: While The Heart Beats - Hilfe
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Nadeah - While The Heart Beats

Cover von While The Heart Beats
Nadeah
While The Heart Beats

Label Kwaidan
Erstveröffentlichung 26.02.2016
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Mit ihrem zweiten Alleingang schwimmt sich die berückend bezaubernde Australierin von ihren bemerkenswert reichen Erfolgs-Erfahrungen frei, ohne dabei ihre vielfältigen musikalischen Wurzeln zu verleugnen. Sowohl ihre Band The Love Gods als auch die weich-warmen vokalen Spuren, die sie bei Nouvelle Vague hinterließ, sorgten für breite Aufmerksamkeit, aber auf dem von Rob Ellis (tätig für PJ Harvey, Anna Calvi, Bar For Lashes, ebenso bezeichnende wie bei der Vergleichssuche wegweisende Namen) produzierten Zweitling zeigt sie ihre ganze, geniale Pop-Kunst. Mit nahezu traumwandlerischer Sicherheit umschmeichelt die wundervoll in der verlockenden Mitte von Nina Persson, Julianne Regan und Stevie Nicks agierende Stimme die Sinne mit vollendet betörenden Melodien, die sie in ein wirbelndes Wechselbad der Gefühle und Stile taucht, wobei vielfarbig schillernde Keyboard-Elektronika ebenso zum Zuge kommen wie unwiderstehlicher Disco-Funk, schwebende Shoegaze-Schwaden, beherzt verzerrte E-Gitarren-Bretter wie leichtfüssig-tänzelnder, final verführerischer Traumland-Pop. Zwischen düster-dräuenden The Mission-Mauern, glatt-gleißendem Chic-Chic, wild-romantischer All About Eve-Macht, peitschender Iggy Pop-/Wild Child-Wut, frühem Blondie-Charme, zucker-zarter Cardigans-Anmut, kühlen The Cure-Wave-Wellen, reifer Fleetwood Mac-Melodie-Finesse und gehoben-verspielter Dear Reader-Pop-Art entfaltet sich ein musikalisches Mysterium, das ebenso delikat überrascht wie dauerhaft gefangen nimmt, im voll arrangierten, vielharmonisch besungenen Klang-Vollrausch mitreißt oder zum Ausklang in der solitären Sehnsucht zum einsamen Piano die Sinne endgültig verzaubert. Elf ebenso elektrisierende wie ergreifende Perfekt-Pop-Perlen von ganz erlesener Güte, ein wahres Schmuckstück. (cpa)

Als Nadeah Miranda war die in Australien geborene Französin früher mal bei den beständig covernden Nouvelle Vague dabei, als Solokünstlerin hat sie sich nicht nur des Nachnamens entledigt, sondern geht auch musikalisch eigene Wege. Das Album beginnt mit discorockigem Groove a la DFA, entwickelt sich im Weiteren aber in Richtung Dark-Pop mit eher latentem Disco-Vibe (der Bass, die kleinen Gitarrenlicks). Klingt alles handgespielt, die Keyboards und Orgeln schön altmodisch analog. Nadeahs Stimme ist wirklich interessant, dunkel und dennoch kraftvoll-soulig, ein bisschen in Richtung Siouxsie (oder auch Beth Ditto light) und zweifellos etwas Besonderes. Immer wieder schleichen sich kleine 80s-Referenzen ein, mal ein Cure-Bass, mal eine Tom Tom Club-Gitarre. Und auch etwas Lana Del Reyscher Dreampop-Schwermut. Als Gastsänger ist Tim Booth von James auf einem Song dabei, produziert haben Rob Ellis (PJ Harvey) und Marc Collin (Nouvelle Vague). (Joe Whirlypop)

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