Jay-Jay Johanson: Opium - Hilfe
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Jay-Jay Johanson - Opium

Cover von Opium
Jay-Jay Johanson
Opium

Label Kwaidan
Erstveröffentlichung 12.06.2015
Format LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der Schwede kultiviert seinen ebenso eigenwilligen wie wunderschönen Sound auch schon seit bald zwanzig Jahren: einst eher triphop-lastig, heute deutlich stiloffener, wobei das diffuse Downbeat-Element noch immer dominiert. Insgesamt klingt sein zehntes Studioalbum „Opium“ aber durchaus programmatisch, die meisten Songs sind sehr laidback, immer aber tricky produziert und faszinierend atmosphärisch. Prägend ist Jay-Jays toller Gesang, sein süßliches Crooning erinnert an Roy Orbison ebenso wie an Dean Martin – aber eben cooler und gechillter. Die Beats sind mal ein wenig reggae-lastig, mal reinste Portishead-Magie. Besonders schön finde ich „Be Yourself“, das gekonnt „The Look Of Love“ von Dionne Warwick fortschreibt. Jay-Jay Johanson geht ebenso souverän mit stilsicheren Genre-Variationen um wie sein skandinavischer Kollege Jimi Tenor, klingt dabei aber plüschiger und intimer. Insgesamt könnte man dieses sehr gelungene Album als so eine Art melancholischer Latenight-Kammerpop-Version der frühen Massive Attack interpretieren. Rundum guter Mann, dieser Jay-Jay Johanson. Als Gäste wirken das deutsche Elektro-Duo Funkstörung und Robin Guthrie von den Cocteau Twins mit, dessen verhallte Gitarre hier tatsächlich das süße Sahnehäubchen darstellt. (Joe Whirlypop)

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