Suche / Search

 

Keep an eye on...

REPERTOIRE

Slow Show: White Water - Hilfe
hilfe

Slow Show - White Water

Cover von White Water
Slow Show
White Water

Label Haldern Pop
Erstveröffentlichung 06.03.2015
Format LP (+MP3)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Zum Einstieg geht es gleich mit sakraler Gregorianik los, dann schleicht sich ein Piano ein, gefolgt von der beeindruckend sonoren Stimme von Rob Goodwin, irgendwo zwischen Stuart Staples (Tindersticks) und Matt Berninger (The National). Womit dann auch die stilistische Richtung vorgegeben ist: The Slow Show aus Manchester spielen schwermütige, kammerorchestrale Melancholia, von The National haben sie sogar den Bandnamen geborgt. Aufwändig und raumgreifend in die Breite produziert, opulent und episch. Die Stimme immer im Zentrum, dazu ein sehr präsentes Piano und geschmackvoll arrangierte und pointiert eingesetzte Streicher und Bläser, aber auch mal hauchzarte Electronics. Die sachten Drums oft latenightjazzig mit dem Besen ganz sanft getupft. Diese orchestrale Düsternis wirkt gnadenlos emotional, hier kann man nicht nebenher zuhören, denn „White Water“ fesselt und verführt mit poetischer Tiefe und zu expressivem Mitleiden. Arrangements und Produktion sind beeindruckend: abwechslungsreich und doch subtil, mit dynamischen laut/leise-Kontrasten und trotz der breit angelegten Instrumentierung insgesamt doch meistens eher schlank produziert. Der Sprechgesang von Goodwin erinnert mich ein wenig an Barry Adamson (The Bad Seeds), der wie sein Bandkollege Mick Harvey (man denke nur an dessen Gainsbourg-Adaptionen) einst einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgte. Die fast cineastische Opulenz erinnert auch ein wenig an dramatische Schöntöner wie Get Well Soon, weshalb dann auch abzusehen ist, wie wunderbar der Auftritt der Band beim kommenden Orange Blossom Special ausfallen wird. Schwelgerisch-schwermütig orchestrierter Indie-Kammerfolk deluxe.(Joe Whirlypop)

noch mehr von Slow Show