Phoenix: Alphabetical - Hilfe
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Phoenix - Alphabetical

Cover von Alphabetical
Phoenix
Alphabetical

Label Virgin
Erstveröffentlichung 01.04.2004
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 5,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Keine Frage, das Warten auf das zweite Phoenix-Album hat sich gelohnt. Fast vier Jahre nach „United“ legen die Franzosen jetzt endlich ein neues Studioalbum vor, das in Bezug auf die Laufzeit zwar etwas kurz geraten ist, dafür aber zehn makellose Popsongs liefert, wie man sie eben seit „Too Young“ und „If I Ever Feel Better“ so nicht mehr gehört hat. Seinerzeit ja schon im hellsten Licht der Presse gestanden, hagelte es mehr oder weniger qualifizierte Vergleiche zwischen Air und ELO, befreundet mit Daft Punk, Spex-Platte des Monats, Höchstwertungen in GB. Jetzt also das neue Album, das ebenso unaufgeregt wie makellos den Sound des Debüts aufnimmt, verfeinert und auch ein wenig glatt poliert. Steely Dan als Referenz in Sachen Produktionstechnik ist auch diesmal nicht falsch, die vielen perfekten Chorgesänge erinnern erneut deutlich ELO, wenn nicht an die Beatles, die Songs selbst sind einfach, schnörkellos und scheinen nach wie vor der Welt des 70er Jahre-Radiopops entkommen zu sein. Hier ein wenig Doobie Brothers, dort ein bisschen 10 CC, das Ganze aber ungeheuer frisch und knackig klingend, fest verwurzelt im Hier und Jetzt. Die Beats sind gerne milde elektronisch, die Gitarren plinkern warm und dezent, im Mittelpunkt steht fast immer der perfekte Satzgesang. Das alles funktioniert wohl nur deshalb, weil die Songs dieses gewagte Arrangement ganz mühelos tragen. Kein einziger ist wirklich schnell, das Tempo variiert zwischen lässigen Midtempo-Grooves und knarzigem Schaukelstuhl, und die erhofften Hits sind auch an Bord: schon beim ersten Hören wird man sich der Wirkung von „Everything Is Everything“ und „Run Run Run“ kaum entziehen können. Der erwartet maßgeschneiderte Soundtrack also für das Frühlingserwachen. (Joe Whirlypop)

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