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Herbie Hancock: River: The Joni Letters - Hilfe
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Herbie Hancock - River: The Joni Letters

Cover von River: The Joni Letters
Herbie Hancock
River: The Joni Letters

Label
Erstveröffentlichung 28.09.2007
Format DoLP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Weltenverbindendes 10-Song-Werk, mit dem sich die eine Legende vor dem Werk der anderen verneigt. Gestattet mir das Geständnis, dass ich mich im Angesicht der meisten Meisterwerke des Jazz immer noch wie erschreckend wissensarmer, nach Verständnis suchender Schüler fühle. Wieder und wieder suche ich nach Zugang, aber stets weisen mich die mutigen Harmonie-Sprünge, der freie Umgang mit dem Basismaterial in meine lächerlich engen Schranken. Manchmal aber kommt wie aus dem Nichts, einem Deus ex Machina gleich, ein Werk daher, dass selbst solch Ignoranten wie mir die Ohren zu öffnen vermag. Begleitet von dem handverlesenen, Generationen verbindenden Quartett Wayne Shorter (Soprano & Tenor Saxophon), Dave Holland (Bass), Vinnie Colaiuta (Schlagzeug) und Lionel Loueke (Gitarre) reicht uns Herbie Hancock den nachtblauen Samt-Handschuh und führt uns in eine Welt, in der Musik und Sprache Eins werden. Ihm gelingt es, das Wort-schwerwiegende Werk Mitchell’s in feingefühlte Töne umzusetzen, seine Ausflüge in die freiern Räume der Harmonie sind von solch meisterlicher Dezenz, dass selbst ein Laie wie ich ihm folgen kann und will, einen atemlosen Blick auf das Große & Ganze zu erhaschen vermag und beginne, die wohltemperierten Harmonie-Spannungen zu genießen. Erleichtert wird das staunende Betreten der neuen Welt durch die Gast-Vokalisten, die den sechs Songs (neben den vier reinen Instrumentalen) mit ihrer Stimme ihren jeweils einzigartigen Stempel aufdrücken. Unter der einfühlsamen Produktion von Larry Klein setzen Norah Jones (Court & Spark), Corinne Bailey Rae (River), Lucina Souza (Amelia), Leonard Cohen (The Jungle Line) und Joni Mitchell selbst (Tea Leaf Prophesy, ein neuer/exklusiver Mitchell-Song) vokale Zeichen; größte Überraschung des Albums aber ist Tina Turner, die mit Edith & The Kingpin eine derart tief empfindende Jazz-Seele offenbart, dass man niederknien möchte. Danke Tina, Danke Joni, Danke Herbie. (cpa)

“Tasten Tausendsassa Herbie Hancock ist auch ein hochsensibler Tonmodellierer am klassischen Flügel. Diese Seite seiner Kunst bestimmt diesen Tribut an das Schaffen der Singer/Songwriterin Joni Mitchell. In einer Traumcombo bläst Wayne Shorter berückende Saxofonsoli, Dave Holland sorgt für warme Bassgrundierung. Die Magie der Hancock’schen Anverwandlung von Mitchell’s textlicher und kompositorische Gestik integriert selbst so unterschiedliche Gäste wie Leonard Cohen als Sprecher und die Sängerinnen Norah Jones, Tina Turner, Corinne Bailey Rae, Luziana Souza und schließlich Joni selber. Authentisch und stimmig.“ (Stereoplay. Jazz CD des Monats Oktober)

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