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Rufus Wainwright: Want Two (incl. DVD) - Hilfe
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Rufus Wainwright - Want Two (incl. DVD)

Cover von Want Two (incl. DVD)
Rufus Wainwright
Want Two (incl. DVD)

Label
Erstveröffentlichung 01.12.2004
Format DoCD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 19,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Was lange währt, wird endlich gut: Knapp einem Jahr nach dem Erscheinen eines der schönsten Singer-Songwriter-Pop-Alben der jüngeren Vergangenheit schenkt (na gut: fast geschenkt) uns das Zoe-Label die audiophile LP-Pressung auf 180 Gramm schwerem Vinyl.
Want Two ist ein umwerfender Rundum-Beleg für die Reife, die Rufus erreicht hat. Mit einer weichen, warmen Stimme zwischen Jeff Buckley und John Grant und dem Klavierspiel zwischen Bar-Jazz, Swing und großem Ben Folds-Pop-Handbuch führt uns Wainwright durch das ganz große Gefühls-Kino, und das in Breitwand und Cinemascope. In einer Produktion, die Van Dyke Parks und Brian Wilson wohl gefiele, wandert der Verehrer reiner, wehmütig-süsser Harmonien durch die Jahrhunderte des Wohlklangs, wobei er uns von Barock und wahrer Oper über die Variete-Bühnen der Jahrhundertwende, die Bars und Clubs der 20er und die Tin Pan Alley bis ins Jetzt bringt, begleitet von Streichern, die – mal liebreizend solierend, mal in voller Orchester-Macht – auch vor Sentimentalitäten nicht zurückschrecken, wohl wissend, dass diese einzigartige Stimme schon den läuternden Segen verleihen wird. Die 12 Songs sind bei aller Unterschiedlichkeit sämtlich für das Langzeitgedächtnis geschrieben, seien es die einleitenden 6 Minuten Agnus Dei, die zwischen irdener Weltmusik und gewaltigem Orchester-Erwachen geeignet sind, auch den Widerspenstigsten in den Schoß der Kirche zurückzulocken, das direkt folgende, fröhliche, weltliche (aber nicht profane) The One You Love, der von französischer Leichtigkeit getragene Hometown Waltz (mit einem Refrain, der in seinem Schmeicheln fast schon Joelesk ist), der in melodiegewordenen Gefühlen schwelgenden Klavierballade Memphis Skyline oder dem großartigen 9-Minuten-Monument Old Whore’s Diet, das den grandiosen Abschluss bildet und mich überwältigt, gereinigt und geläutert in die Welt entlässt. Wenn es nicht schon zu oft gesagt worden wäre: Das ist wahrhaft ganz großes Kino. Zeit, das Licht wieder zu löschen und in den Film zurückzutauchen. (cpa)

Review

"...Wainwright has never seemed more in command of his muse. References to Nilsson, Brian Wilson, and Randy Newman are a matter of course, but Wainwrightþs growth as a pop craftsman with his own unique lyrical voice — both conceptually and literally — makes such comparisons unnecessary..."All Music Guide

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