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Mark Lanegan: Bubblegum - Hilfe
hilfe

Mark Lanegan - Bubblegum

Cover von Bubblegum
Mark Lanegan
Bubblegum

Label Matador
Erstveröffentlichung 01.07.2004
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Wer wie ich den Lanegan mag, der sich durchweg mittels klaustrophobischer Balladen mitteilt und das Tempo auch auf Albumlänge durchhält, der wird hier das eine oder andere Mal leicht erschrecken. Aber die etwas härtere Gangart hat sich ja auf dem Appetizer „Here Comes The Weird Chill“ schon angedeutet und immerhin sind mit Josh Homme, Nick Olivieri, Izzy Stradlin, Duff McKagan und Chris Goss eine Handvoll echter Hardrock-Saiten-Freigeister zugegen, die wahrscheinlich nur schwer zu bändigen waren. Die legen auf Songs wie „Sideways In“ und dem „Methamphetamine Blues“ dann auch richtig los und sorgen für furiose Gitarrensalven zwischen Vintage-Rock und Heavy-Psychedelia. Und das funktioniert für sich wirklich erfrischend gut, aber schließlich war das ja das Screaming Trees-Rezept.
Der Großteil des 15 Song-Albums besteht jedoch aus diesen atmosphärisch megadichten Balladen, gerne auch unterstützt von PJ Harvey oder Greg Dulli, die nicht mal ein Tom Waits oder Nick Cave so intensiv rüberbringt. Ich könnte hier gleich mehrere Songs als Beispiel anführen, da ist keiner auch nur in der Nähe von Beliebigkeit und vielleicht mache ich mir mal eine Compilation mit den ruhigen Tunes… aber dann müsste ich auf das grandiose „Can´t Come“ verzichten und auch das exzellente „Hit The City“ wäre jenseits der Tempo-Toleranzgrenze. Also lassen wir das und erfreuen uns an dem Album als Ganzes, auch wen es vielleicht nicht so homogen zusammenhängt wie frühere Werke. Falls es noch nicht ganz klar geworden ist: große Klasse und zirka 9 ½ von 10 möglichen Sternen. (rh)

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