Old Joe Clarks: November - Hilfe
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Old Joe Clarks - November

Cover von November
Old Joe Clarks
November

Label Trocadero
Erstveröffentlichung 01.10.2002
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Schon seit einigen Jahren verzaubert uns Mike Coykendall mit seiner ureigenen Art von Dunkel-Folk, der besonders geprägt ist von seiner eigentümlich nasalen Stimme. Eigentlich ein sehr polarisierendes Organ, würde es nicht so ausgezeichnet in diese Melodien passen. Waren die ersten beiden Alben noch kleine Zeitreisen in die Depression des Mittelwestens, so klingen diese Einflüße zwar noch nach, wurden aber mittlerweile in ein Bett aus Wohlklang gelegt. Sehr gefällig zupft die Gitarre, mal verstärkt ein Streichersatz das Gefühl, Perkussionsinstrumente werden zärtlich geschlagen, ein Akkordeon kommt dazu, mal ein Banjo. Mal unglaublich verträumt, nur gelegentlich recht frisch rockend, aber immer das, was der Amerikaner „haunting“ nennt und für das wir kein richtiges Wort haben.
Coykendall´s Songs lassen nicht unberührt, dass ist Musik, die tiefe Eindrücke hinterlässt. Mit einem guten Gespür dafür, welches Instrument zu welchem Zeitpunkt eingesetzt werden muß, um einen traurigen Song noch trauriger zu machen. Das ist schon fast kammermusikalischer Country-Soul, unglaublich deep und sehr zeitlos. Ein ähnliches Gefühl hatte ich damals, als ich das erste Mal bei Volker Rebell im Radio „Triangle“ von den Beau Brummels hörte.

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